Neue Logitech-Studie „Ctrl Tomorrow”
Die neue Studie zeigt, wie Technologie Stimmung, Wohlbefinden, Leistung und Potenzial beeinflusst: Im KI-Zeitalter meinen 77 Prozent, dass Menschen umso mehr vom Leben haben, je besser sie ihre Technik beherrschen.
LAUSANNE, Schweiz, and SAN JOSE, Kalifornien, 6. Oktober 2026 — Logitech International (SIX: LOGN) (Nasdaq: LOGI) hat heute seine neue weltweite Studie „Ctrl Tomorrow“ vorgestellt. Diese Forschungsarbeit untersucht, welchen Einfluss die Kontrolle über digitale Technologie auf unsere Identität und unser Wohlbefinden hat. Die Studie offenbart eine neue technologische Kluft. Auf der einen Seite stehen Menschen, die glauben, Technologie im Griff zu haben. Auf der anderen Seite stehen diejenigen, bei denen das nicht der Fall ist. Dies hat konkrete Folgen für ihre Gefühle, ihr körperliches und emotionales Wohlbefinden, ihre Leistungen, ihre Lebensweise und ihr Zukunftspotenzial.
Digitale Technologie entwickelt sich rasant. KI sogar noch schneller. Vor diesem Hintergrund liefert die „Ctrl Tomorrow“-Studie von Logitech eine wichtige Erkenntnis: Je schneller sich der technologische Wandel vollzieht, desto entscheidender ist es, die Kontrolle über die eigenen Werkzeuge, insbesondere über physische Geräte, zu haben. Das bringt im Alltag zahlreiche Vorteile mit sich, darunter Selbstvertrauen, Produktivität, Kreativität, Konzentration, Gelassenheit und körperliches Wohlbefinden. Dieser Effekt wird als „Kontrolldividende“ bezeichnet. Auch im Falle eines Kontrollverlusts können die Folgen gravierend sein. Man spricht dann von einer „Kontrollsteuer“, die zu Gefühlen der Hilflosigkeit, Angst und Wut führen oder die Kreativität, den Schlaf und das körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen kann.
Kernergebnisse der Studie:
- Im weltweiten Durchschnitt sagen 77 Prozent der Befragten, dass Menschen umso mehr vom Leben haben, je besser sie ihre Technik beherrschen.
- 64 Prozent der Befragten weltweit geben an, dass technische Probleme ihre allgemeine Stimmung nach Feierabend und ihr Gefühl der Kontrolle über ihr Privatleben beeinträchtigen.
- Wenn die Technik versagt, fühlen sich 64 Prozent der Befragten frustriert, ängstlich oder wütend.
- 46 Prozent der Befragten weltweit fühlen sich bei Technikpannen hilflos, beschämt, erschöpft oder abgehängt.
- Im weltweiten Durchschnitt sagen 52 Prozent, dass sie durch die Kontrolle über ihre Technik etwas erreichen konnten, das sie zuvor für unmöglich gehalten hatten.
„Angesichts des rasanten technologischen Wandels ist es verständlich, dass die Menschen das Gefühl haben, dass sie nicht miteinbezogen werden“, sagt Hanneke Faber, Geschäftsführerin von Logitech. „Unsere Studie ‚Ctrl Tomorrow‘ zeigt, dass Technologie das Potenzial der Menschen entweder einschränken oder entfalten kann – auf individueller, organisatorischer oder globaler Ebene. Das gilt im Zeitalter der KI mehr denn je. Der entscheidende Faktor ist die Kontrolle: Wenn wir Menschen die Technologie von heute beherrschen, bestimmen wir die Zukunft.“
Warum Kontrolle die neue Währung der Tech-Branche ist
Eine Lücke, die man nicht messen kann, lässt sich auch nicht schließen. Deshalb hat Logitech den „Ctrl Score“ entwickelt: den ersten Benchmark, der Kontrolle für Menschen und Organisationen weltweit sichtbar, nachverfolgbar und – was entscheidend ist – verbesserbar macht.
Der „Ctrl Score“ ordnet Menschen auf einer Skala von völliger Gleichgültigkeit bis hin zur vollständigen Beherrschung ein. Grundlage dafür sind drei Dimensionen: wie bewusst sie ihre technische Ausstattung aufbauen, wie selbstbewusst und offen sie gegenüber neuen Tools sind und ob sie Technologie als etwas betrachten, das ihr Potenzial, Dinge zu erledigen, freisetzt oder einschränkt. Damit erfasst der „Ctrl Score” sowohl die funktionalen technischen Entscheidungen, die Menschen treffen, als auch deren emotionale Bedeutung.
- Menschen mit höheren „Ctrl“-Werten haben das größte Potenzial, von ihrer Technik zu profitieren.
- Nur etwa ein Drittel (30 Prozent) der Befragten gibt an, ein hohes Maß an Selbstbestimmung über ihre Technik zu haben. Lediglich zehn Prozent gehen souverän damit um.
- Die restlichen 70 Prozent handeln weniger bewusst oder sind weniger selbstbewusst. Dadurch laufen sie Gefahr, sich hilflos, ausgelaugt oder abgehängt zu fühlen. Diese Gruppe umfasst weltweit etwa 4,2 Milliarden Menschen.
- 41 Prozent der Befragten geben an, die durch den Einsatz von Technologie bei Routineaufgaben gesparte Zeit für ihr Wohlbefinden, ihre psychische Gesundheit und ihre Work-Life-Balance nutzen zu wollen.
- Bei Menschen mit niedrigeren „Ctrl“-Werten steigt dieser Anteil auf fast die Hälfte. Das deutet darauf hin, dass gerade diejenigen, die ihre Technik am wenigsten unter Kontrolle haben, am stärksten danach verlangen.
- Der „Ctrl"-Score von Gamerinnen und Gamern fällt überdurchschnittlich aus. 81 Prozent geben an, dass Gaming ihr Selbstvertrauen im Alltag stärkt und Ängste abbaut. Das führt auch zu besseren Leistungen bei der Arbeit.
Kontrolle ist die neue Tech-Währung
Die Studie „Ctrl Tomorrow“ wirft wichtige Fragen für Individuen und Organisationen auf, die das Beste aus sich selbst oder ihren Mitarbeitenden herausholen wollen. Wenn ein gewisses Maß an Kontrolle über die Technologie positive Auswirkungen auf das emotionale und körperliche Wohlbefinden der Menschen sowie auf ihre Produktivität zu Hause und bei der Arbeit hat, wie können sie dann mehr Kontrolle erlangen?
Der „Ctrl-Score" liefert einen Fahrplan. Wer in einer der drei Dimensionen eine niedrigere Punktzahl erzielt, kann konkrete Schritte unternehmen, um technologische Hürden zu überwinden. Dazu gehört beispielsweise, bewusster mit Technik umzugehen, Wissen und Selbstvertrauen aufzubauen sowie offen für neue Tools zu bleiben.
Eine Erkenntnis sticht besonders hervor: Haptische Technologie schafft Vertrauen. Fast zwei Drittel der Befragten geben an, dass sie bei der Interaktion mit Hardware das größte Kontrollgefühl haben. 42 Prozent sagen, dass sie sich heute mehr auf physische Geräte verlassen als noch vor fünf Jahren. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Menschen ihr Gefühl der Kontrolle im Greifbaren verankern, während Software und KI unsere Welt immer abstrakter machen.
Die Marktreife bestimmt die Denkweise
In einer separaten Umfrage stimmen weltweit 61 Prozent aller Befragten zu, dass Technologie ihr persönliches Potenzial fördert. Dazu zählt ihre Fähigkeit, Dinge zu erledigen, kreativ zu sein, sich weiterzuentwickeln und mit anderen in Kontakt zu treten. Diese positive Einstellung variiert je nach Markt erheblich. China (80 Prozent) und Brasilien (78 Prozent) liegen dabei an der Spitze aller untersuchten Länder. In Frankreich sind es nur 45 Prozent, in den USA 55 Prozent und in Deutschland 56 Prozent.
Allgemein ist die Marktreife ein starker Indikator für die Einstellung der Menschen gegenüber Technologie. Die Befragten in Indien und Brasilien (jeweils 84 Prozent) sind weltweit am stärksten davon überzeugt, dass Technologie eher neue Chancen als neuen Druck schafft. In Frankreich ist hingegen mit 60 Prozent der Technologieoptimismus am geringsten (der weltweite Durchschnitt liegt bei 74 Prozent). Gleichzeitig sind in Indien 41 Prozent begeistert davon, wie KI ihre Möglichkeiten erweitert. In den USA sind es nur 16 Prozent, im Vereinigten Königreich 15 Prozent und in Australien 13 Prozent. Die Schweiz nimmt unter den westlichen Ländern eine Sonderrolle ein. Dort sind immerhin 23 Prozent von KI begeistert.
Zugang & Methodik
Das „Ctrl Score“-Quiz finden Sie hier. Der Index basiert auf diesen drei Dimensionen von Kontrolle:
- Technische Ausstattung und Intentionalität: Wie bewusst jemand die physischen Geräte und Werkzeuge auswählt, zusammenstellt und fortlaufend bewertet, die das eigene technische Alltagserlebnis prägen.
- Einstellung und Herangehensweise: Wie selbstbewusst, sachkundig und aufgeschlossen sich jemand beim Umgang mit Technologie und bei der Nutzung neuer Tools fühlt.
- Sichtweise auf die Möglichkeiten von Technologie: Ob jemand Technologie als etwas betrachtet, das Potenzial freisetzt, Dinge zu erledigen, etwas zu schaffen, sich weiterzuentwickeln und mit anderen in Kontakt zu treten – oder als etwas, das dabei hinderlich ist.
Die Studie „Ctrl Tomorrow“ wurde von der Kommunikationsagentur Burson im Mai und Juni 2026 in den folgenden neun Ländern durchgeführt: USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Schweiz, Australien, Indien, China und Brasilien. Dabei stützt sich die Untersuchung auf eine repräsentative Stichprobe von mehr als 9.000 Befragten aus der Allgemeinbevölkerung, einschließlich einer überrepräsentierten Gruppe von Gamerinnen und Gamern, sowie auf eine separate Umfrage unter 1.350 IT-Entscheidungsträgern. Die weltweite Fehlermarge für die Befragung der allgemeinen Bevölkerung beträgt ±1,1 Prozent, für die Befragung der IT-Entscheidungsträger ±2,7 Prozent.
1 International Telecommunication Union (ITU), Measuring Digital Development Facts & Figures, 2025